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38c3 recap

Ich war schon lange nicht mehr auf dem Congress. Das letzte Mal „vor Corona“ in Leipzig. Seit letztem Jahr ist der Congress ja wieder im sanierten Hamburger Congress Center (CCH). Ich fand es in Leipzig auch schön und mochte dort vor allem die langen Wege, die mit Gefährten aller Art befahren wurden. In Hamburg ist alles wieder etwas enger und gedrückter und dekorierte Tretroller, Skateboards oder motorisierte Sessel haben hier leider keinen Platz. Ich fand es teilweise recht voll, aber es gab überall auch Ecken, in die man sich zurückziehen konnte.

Nun war ich das erste Mal als lizensierter Funkamateur beim Congress. Im Chaos-Unfeld gibts ja die Chaoswelle, Funkamateure im Chaos-Umfeld, die auch mit einer Assembly vertreten war. Hier gab es eine Remotestation, SDR-Empfänger, Kaffee und immer auch ein:e nette Gesprächspartner:in.

Von der Assembly starteten DC1TC und DK4HAA täglich eine kleine Expedition in den POTA-Park vor dem Haus, von wo aus dann Ausbildungsfunkbetrieb bei einer POTA Aktivierung gemacht wurde.

Während der gesamten Veranstaltung lief das Aktivitätsprogramm Toilets-on-the-Air. Analog zu den xOTA - Programmen wurden hier anstelle vom Berggipfeln oder Parks Toiletten aktiviert, was immerhin dazu führte, dass ich als Aktivator das gesamte Gebäude kennengelernt habe (und viele Funkkontakte hatte).

Im offiziellen Congress-Programm fanden sich, neben den von der Chaoswelle organisierten Vorträge zum Einstieg in den Amateurfunk (u.a der von DC4LW), einige Funk- und Radiothemen. Eine Liste habe ich im vorherigen Blogpost zusammengestellt, kann man fast alles auf media.ccc.de anschauen.

Ich habe mir einige politische und einige technische Vorträge angeschaut. Folgende fand ich besonders interessant, wichtig oder bemerkenswert (die Links führen zu Peertube):

Ich hatte auf dem Congress eine gute Zeit. Ich habe viele „alte“ Bekannte getroffen und auch ein paar neue Menschen kennengelernt. Auch wenn es anstrengend war, 4 Tage lang unter vielen Menschen zu sein, überwiegt doch ein sehr schönes Gefühl, unter gleichgesinnten Geborgen zu sein und mit vielen Menschen gemeinsam an einer besseren und gerechteren Welt zu arbeiten. Irgendwie fühlt so so ein C3 immer richtig an.

Leider habe ich bei TOTA genau eine Toilette vergessen. Das ist mir dann aber erst im Zug nach Berlin aufgefallen. Für meine TOTA-Kontakte und weil gut zur Hamchallenge gepasst hat, habe eine spezielle QSL-Karte gestaltet:

QSL-Karte mit dem Congress-Logo und dem Motto "illegal Instructions, im Hintergrund ein Toilettensymbol

Vielen Dank an alle, die etwas zur Assembly und zum 38c3 beigetragen haben! Ich komme nächstes Jahr gerne wieder, auch gern mit der Chaoswelle, die ich als aufgeschlossene, engagierte und freundliche Gemeinschaft kennenlernen durfte.